akademie für partizipative methoden

17.05.2017
Projekt "Bürgergutachten mit Planungszellen zur Entwicklung der Region München"
Bürgergutachten zur Entwicklung der Region München übergeben

In festlicher Atmosphäre wurde am 16. Mai 2017 das von fast 100 Bürgerinnen und Bürgern aus der Region München erarbeitete Bürgergutachten dem Regionalen Planungsverband München (RPV) übergeben. Die Übergabe des Gutachtens und die Präsentation der wichtigsten Ergebnisse erfolgten durch die Bürgergutachterinnen und Bürgergutachter selbst. Die Veranstaltung moderierten die Projektleiterin Dr. Christine von Blanckenburg und Dr. Birgit Böhm, die ebenfalls als Prozessbegleiterin an den Planungszellen mitgewirkt hat. Foto: RPV München

In festlicher Atmosphäre wurde am 16. Mai 2017 das von fast 100 Bürgerinnen und Bürgern aus der Region München erarbeitete Bürgergutachten dem Regionalen Planungsverband München (RPV) übergeben. Die Übergabe des Gutachtens und die Präsentation der wichtigsten Ergebnisse erfolgten durch die Bürgergutachterinnen und Bürgergutachter selbst. Die Veranstaltung moderierten die Projektleiterin Dr. Christine von Blanckenburg und Dr. Birgit Böhm, die ebenfalls als Prozessbegleiterin an den Planungszellen mitgewirkt hat.

V.l.n.r.: Bürgergutachterin Jule Klandt, Prozessbegleiterinnen Dr. Birgit Böhm und Dr. Christine von Blanckenburg, Bürgergutachter Adolf Fronk. Foto: RPV MünchenEin zentrales Ergebnis des Beteiligungsverfahrens ist, dass die Bürgerinnen und Bürger sich ein dezentrales und moderates Wachstum in ihrer Region wünschen. Darunter lassen sich insbesondere drei Kernanliegen zusammenfassen: Zum Einen soll auch für Normal- und Geringverdiener ausreichend Wohnraum zur Verfügung stehen. Gleichzeitig soll die soziale Vielfalt erhalten bleiben. Nicht nur hochqualifizierte Spezialisten in technologienahen Branchen sollen in der Region leben können, sondern auch der Beitrag der Menschen in den sozialen Berufen, dem Handwerk u.ä. soll Wertschätzung erfahren. Zweitens sprechen sich die Bürgerinnen und Bürger für mehr Naturschutz aus, wobei ein Abwägen von ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten akzeptiert wird. Drittens wird beim Thema Verkehr vor allem eine weniger dominante Stellung des Autos gewünscht. Als mögliche Lösungen für die Verkehrsprobleme in der Region werden vor allem ein attraktiveres ÖPNV-Angebot und eine bessere Infrastruktur für den Fahrradverkehr angesehen.

Vertreter des RPV nehmen das Bürgergutachten entgegen. Vorne mitte: Geschäftsführer Christian Breu, rechts daneben Verbandsvorsitzender Karl Roth. Foto: RPV München„Erstmalig in Deutschland haben Bürger, die die Gesellschaft in der Region München repräsentieren, ihre Ideen und Vorstellungen über die zukünftige Entwicklung der Region diskutiert und festgehalten“ würdigt Landrat Karl Roth, Vorsitzender des RPV, das Bürgergutachten in seinem Geleitwort. Die Ergebnisse dieses Prozesses sollen aktiv genutzt werden, denn es sei ihm bewusst, „dass es den Bürgergutachtern ein sehr großes Anliegen ist, dass ihre Vorschläge nicht verpuffen, sondern in die Fortschreibung des Regionalplans einfließen, und in regionalen Diskussionen Gehör finden. Dafür setzen wir uns ein.“

Die Inhalte des Bürgergutachtens wurden von den Bürgergutachterinnen und Bürgergutachtern während vier mehrtägigen Planungszellen erarbeitet, die im Februar 2017 stattfanden. Die unabhängige Verfahrensbegleitung hatte das nexus Institut inne, das vom Regionalen Planungsverband München beauftragt wurde. Die Ergebnisse der Planungszellen wurden von nexus zusammengefasst und aufbereitet. Vor der Veröffentlichung hatten die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit den Entwurf des Gutachtens gegenzulesen, um so sicherzustellen, dass die Ergebnisse unverfälscht wiedergegeben werden.

 

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Lesen Sie hier auch die Pressemitteilung des Regionalen Planungsverbands München (PDF, externer Link)

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